News
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Mittwoch, 02. April 2025
Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt
Arbeitgebende für Pilotprojekt gesucht!
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Sonntag, 23. März 2025
unser alter-neuer Vorstand an der 19. Generalversammlung einstimmig wiedergewählt
Fachhilfe
Konkrete Adressen von Fachleuten finden Sie in der Rubrik Fachleuteliste. Hier finden Sie allgemeine Informationen rund um fachliche Hilfe.
Wann braucht es fachliche Hilfe?
Sie brauchen die Hilfe einer Fachperson, wenn Sie eine der untenstehenden Fragen mit „Ja“ beantworten können:
Welche Fachleute können helfen?
Leider sind nicht alle Ärzte genügend über Postpartale Depression informiert.
Therapieformen
Es gibt eine Reihe professioneller Therapieformen, die auch miteinander kombiniert werden können. Patientin und Therapeutin wählen die geeignete(n) Therapie(n) gemeinsam aus.
Medikamente
Eine Behandlung mit Medikamenten ist nicht in jedem Fall nötig. Sie kann aber die Heilung beschleunigen. Unumgänglich wird sie, wenn andere Behandlungsansätze allein keine Besserung bringen oder Selbstmordabsichten oder eine Psychose vorliegen. Die Auswahl des Medikaments erfolgt immer durch eine Ärztin, die die Therapie auch überwacht. Medikamente sollten immer in Kombination mit anderen Therapieformen, z.B. Psychotherapie, eingesetzt werden.
Welche Fachleute können helfen?
Leider sind nicht alle Ärzte genügend über postpartale Depression informiert. Konsultieren Sie unsere Fachleuteliste, um Spezialisten in Ihrer Nähe zu finden. Finden Sie niemanden in Ihrer Umgebung, wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt, der/dem Sie vertrauen. Falls Sie niemanden kennen, wenden Sie sich an eine der folgenden Personen oder Institutionen, um Empfehlungen zu bekommen:
- Hebammen
- Mütterberatung / Familienberatungsstellen
- lokales Spital / Universitätsspital / Klinik mit Mutter-Kind-Plätzen
- Fachverbände (FSP, SPV, SBAP, SGP), siehe Links
- Gesprächsgruppen
Psychologinnen
Seit März 2011 sind die Titel Psychologin/Psychologe und Psychotherapeut/in in der Schweiz geschützte Berufsbezeichnungen. Eine selbständige psychotherapeutische Tätigkeit wird künftig nur noch denjenigen möglich sein, die einen Masterabschluss in Psychologie haben, eine Zulassung zur Weiterbildung in klinischer Psychologie und Psychopathologie und über eine kantonale Berufsbewilligung verfügen.
Psychologinnen sind im Gegensatz Psychiaterinnen nicht befugt, Medikamente zu verschreiben. Sie arbeiten aber oft mit Psychiaterinnen zusammen. Damit die Sitzungen bei einer Psychologin von der Grundversicherung der Krankenkasse übernommen werden, muss sie bei einem Arzt angestellt sein („delegiert“ arbeiten). Delegiert arbeitende Psychotherapeutinnen rechnen über die Grundversicherung der Krankenkasse ab.
Patienten mit Zusatzversicherung können sich auch von selbständig arbeitenden Psychologinnen behandeln lassen. Sie brauchen dazu eine ärztliche Anordnung ihres Hausarztes, die in der Regel problemlos ausgestellt wird. Sie kann auch für das Baby gelten (z. B. bei Anpassungsstörungen nach der Geburt), dann zahlt die Zusatzversicherung des Kindes - die meisten Kinder haben eine solche Zusatzversicherung. Bei der Zusatzversicherung zahlt die Kasse gleich von Beginn an, die Franchise der Grundversicherung entfällt. Muster von ärztlichen Anordnungen können Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bei uns bezogen werden.
Psychiaterinnen
Psychiaterinnen haben ein Medizinstudium absolviert. Sie sind in Psychotherapie ausgebildet und befugt, Medikamente zu verschreiben.
Weitere medizinische Fachpersonen
Gynäkologinnen, Hausärzte, Hebammen und Mütter- bzw. Stillberaterinnen können als erste Anlaufstelle für Probleme nach der Geburt dienen. Sie haben in der Regel selbst Adressen von spezialisierten Fachleuten, die sie empfehlen können.
Wann braucht es fachliche Hilfe?
Sie brauchen die Hilfe einer Fachperson, wenn Sie eine der untenstehenden Fragen mit „Ja“ beantworten können:
- Haben Sie das Gefühl, dass Sie die objektive Beurteilung einer aussenstehenden Person benötigen?
- Haben Sie Angst, alleine mit dem Kind in der Wohnung zu bleiben? Z.B. morgens, wenn Ihr Partner zur Arbeit geht?
- Leiden Sie an einem Morgentief und möchten sich nur noch im Bett verkriechen?
- Haben Sie Angst, Sie könnten sich oder dem Baby etwas antun?
- Haben Sie massive Schlafprobleme?
- Haben Sie Ess- oder Appetitstörungen?
- Fühlen Sie sich unfähig, Ihr Kind zu versorgen?
- Fühlen Sie sich unfähig, alltägliche Handlungen im Bezug auf sich selber zu verrichten (z.B. Aufstehen, Duschen, Essen)?
- Haben Sie Symptome wie Aufgedrehtheit, Realitätsverlust, Wahnvorstellungen?
- Hören Sie Stimmen?
- Glaubt eine Ihnen nahe stehende Person, dass Sie Hilfe brauchen?
- Leiden Sie unter Angstsymptomen wie z.B. Panikattacken, die Ihren Alltag beeinträchtigen?
- Haben Sie andere gravierende Symptome, die Ihrem Alltag beeinträchtigen, z.B. Weinen, Wut, Müdigkeit, Hoffnungslosigkeit, Zwangsgedanken?
- Haben Sie es in den letzten zwei Wochen mit Selbsthilfe versucht, ohne dass sich Ihre Situation verbessert hat?
War ein „Ja“ dabei? Dann melden Sie sich so schnell wie möglich bei einer Fachperson. Hier finden Sie unsere Fachpersonen-Liste nach Regionen.